# Steueraufsicht über Live-Commerce in China – Ein Überblick für Investoren

Meine Damen und Herren, liebe Investoren, wenn Sie in den letzten Jahren den chinesischen Markt beobachtet haben, dann ist Ihnen sicherlich aufgefallen, dass Live-Commerce in China längst kein Nischenphänomen mehr ist, sondern zu einem milliardenschweren Wirtschaftszweig herangewachsen ist. Die schiere Dynamik dieser Vertriebsform hat nicht nur Konsumgüterhersteller, sondern auch internationale Investoren in ihren Bann gezogen. Doch mit dem rasanten Wachstum sind auch Fragen zur steuerlichen Erfassung und Kontrolle dieser neuen Handelsform entstanden.

In meiner 12-jährigen Tätigkeit bei der Jiaxi Steuer- und Finanzberatungsgesellschaft, wo ich mich auf die Betreuung ausländischer Unternehmen spezialisiert habe, habe ich zahlreiche Mandanten betreut, die in den chinesischen E-Commerce-Markt eintreten wollten – oft mit großen Erwartungen, aber ebenso großen Unsicherheiten hinsichtlich der steuerlichen Rahmenbedingungen. Der Live-Commerce, also der Verkauf von Produkten über Live-Streaming-Plattformen, hat die traditionellen Grenzen des E-Commerce gesprengt und stellt die Finanzbehörden vor neue Herausforderungen. Ich möchte Ihnen in diesem Artikel einen fundierten Einblick in die Steueraufsicht über Live-Commerce in China geben, basierend auf meinen Erfahrungen und den Entwicklungen der letzten Jahre.

## Die rechtlichen Grundlagen der Live-Commerce-Besteuerung

Die steuerliche Erfassung von Live-Commerce-Aktivitäten in China basiert auf einem komplexen Geflecht von Vorschriften, das sich in den letzten Jahren deutlich weiterentwickelt hat. Grundsätzlich gilt, dass alle Einkünfte aus Live-Commerce-Aktivitäten – sei es durch den direkten Verkauf von Waren, Provisionen von Plattformen oder Werbeeinnahmen – der chinesischen Einkommensteuer und Mehrwertsteuer unterliegen. Das Steuergesetz der Volksrepublik China unterscheidet dabei zwischen verschiedenen Einkunftsarten, die für Live-Streamer relevant sein können.

Aus meiner Beratungspraxis weiß ich, dass viele ausländische Investoren überrascht sind, wie differenziert die chinesischen Behörden die verschiedenen Einkommensströme im Live-Commerce behandeln. So werden Einkünfte aus dem Verkauf eigener Produkte anders besteuert als Provisionseinkünfte von Plattformbetreibern. Die Steuerbehörden haben hierzu in den Jahren 2021 bis 2023 eine Reihe von Klarstellungen veröffentlicht, die die Einordnung erleichtern sollen. Besonders wichtig ist dabei die Unterscheidung zwischen gewerblichen Einkünften und Einkünften aus unselbständiger Arbeit, da diese unterschiedlichen Steuersätzen unterliegen.

Für Investoren ist es entscheidend zu verstehen, dass die steuerliche Behandlung nicht nur von der Rechtsform des Unternehmens abhängt, sondern auch von der Art der Vergütungsmodelle. Die State Taxation Administration (STA) hat in ihren Richtlinien klargestellt, dass Plattformbetreiber als verantwortliche Dritte für die Steuererhebung fungieren können, was die Compliance-Anforderungen für einzelne Streamer reduziert, aber gleichzeitig neue Anforderungen an die Plattformen stellt.

Plattformen als Steuervermittler

Eine der bemerkenswertesten Entwicklungen in der Steueraufsicht über Live-Commerce ist die Rolle der Plattformbetreiber. Unternehmen wie Taobao Live, Douyin und Kuaishou haben nicht nur die technische Infrastruktur bereitgestellt, sondern sind inzwischen auch in die steuerliche Verantwortung genommen worden. Die chinesischen Steuerbehörden haben erkannt, dass sie ohne die Kooperation der Plattformen kaum eine vollständige Erfassung aller Transaktionen erreichen können.

In der Praxis bedeutet dies, dass Plattformen verpflichtet sind, den Steuerbehörden regelmäßig Daten über Verkäufe, Provisionen und Auszahlungen an Streamer zu übermitteln. Diese Datenmeldungen erfolgen über die sogenannte Golden Tax III-System, das eine nahtlose Überwachung ermöglicht. Ich erinnere mich an einen Fall aus dem Jahr 2022, als ein deutscher Mandant in eine chinesische Live-Commerce-Plattform investieren wollte und wir feststellen mussten, dass die Plattform erhebliche Nachzahlungen wegen unterlassener Steuerabführungen leisten musste. Diese Erfahrung hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, die Compliance-Anforderungen im Vorfeld genau zu prüfen.

Die Verantwortung der Plattformen geht jedoch über die reine Datenübermittlung hinaus. Nach den Richtlinien der STA müssen Plattformen sicherstellen, dass die Steueridentifikationsnummern ihrer registrierten Streamer korrekt erfasst werden und dass Auszahlungen nur an steuerlich registrierte Personen erfolgen. Dies hat erhebliche Auswirkungen auf die Strukturierung von Vergütungsmodellen und erfordert eine sorgfältige juristische Gestaltung, um steuerliche Risiken zu minimieren.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die steuerliche Behandlung von Plattform-Subventionen und Werbeeinnahmen. Viele Plattformen bieten ihren Streamern finanzielle Anreize in Form von Boni oder erhöhten Provisionssätzen an. Diese Beträge müssen ebenso versteuert werden wie die regulären Provisionseinkünfte. Die Steuerbehörden haben hier besondere Aufmerksamkeit entwickelt und prüfen streng, ob alle Einkommensbestandteile korrekt deklariert werden.

Einkommensteuer für Live-Streamer

Die Einkommensteuer für Live-Streamer in China stellt ein besonders komplexes Feld dar, das sowohl für individuelle Streamer als auch für Unternehmen von Bedeutung ist. Grundsätzlich gelten für Live-Streamer die allgemeinen Vorschriften des chinesischen Einkommensteuergesetzes, jedoch mit einigen Besonderheiten, die sich aus der Natur des Live-Commerce ergeben. Ein wesentlicher Unterschied besteht zwischen angestellten Streamern und solchen, die selbstständig tätig sind.

Angestellte Streamer, die direkt bei einem Unternehmen angestellt sind, erhalten ein reguläres Gehalt und unterliegen der Lohn- und Gehaltseinkommensteuer, die progressiv gestaltet ist und einen Höchststeuersatz von 45 Prozent erreichen kann. Demgegenüber unterliegen selbstständige Streamer der sogenannten Einkommensteuer für natürliche Personen mit gewerblichen Einkünften, die je nach Einkommenshöhe Steuersätze von 5 bis 35 Prozent vorsieht. Diese unterschiedlichen Besteuerungswege führen häufig zu Gestaltungsüberlegungen, die ich in meiner Beratungspraxis ausführlich mit Mandanten diskutiere.

Darüber hinaus müssen Streamer, die als unabhängige Unternehmer auftreten und ein Gewerbe anmelden, zusätzlich zur Einkommensteuer auch Umsatzsteuer (VAT) auf ihre Leistungen entrichten. Hierbei kann je nach Unternehmensgröße die vereinfachte Besteuerung mit einem reduzierten Satz von 3 Prozent oder der allgemeine Satz von 6 Prozent auf Dienstleistungen zur Anwendung kommen. Die Grenzen und Bedingungen für diese unterschiedlichen Besteuerungsformen haben die Steuerbehörden durch Verwaltungsanweisungen und Beispielsfälle präzisiert.

Eine besondere Herausforderung stellt die steuerliche Behandlung von Einkünften dar, die aus Geschenken und Zuwendungen der Zuschauer resultieren – ein Phänomen, das im chinesischen Live-Commerce besonders ausgeprägt ist. Virtuelle Geschenke, die in echte Währungen umgewandelt werden können, sind nach Auffassung der Steuerverwaltung als steuerpflichtige Einkünfte zu behandeln. In den letzten Jahren haben die Behörden diese Einkunftsquelle verstärkt in den Fokus genommen und entsprechende Regelungen erlassen, die eine Zuordnung zu den jeweiligen Einkunftsarten vorsehen.

Sonderfall grenzüberschreitender Livestreams

Ein besonders faszinierendes, aber auch herausforderndes Gebiet der Steueraufsicht ist der grenzüberschreitende Live-Commerce, bei dem Streamer in China Produkte für ausländische Unternehmen verkaufen oder umgekehrt. Diese Fälle werfen eine Fülle von Fragen auf, die von der doppelten Besteuerungsabkommen zwischen China und anderen Ländern bis hin zu Fragen der Betriebsstättenbegründung reichen. Ich selbst habe mehrere Mandate betreut, bei denen ausländische Unternehmen chinesische Streamer engagiert haben, um ihre Produkte auf dem chinesischen Markt zu bewerben.

Wenn ein ausländisches Unternehmen einen chinesischen Streamer beauftragt, stellt sich zunächst die Frage, ob das ausländische Unternehmen in China steuerpflichtig wird. Nach den Bestimmungen des chinesischen Steuerrechts kann bereits die Tätigkeit eines abhängigen Vertreters – also auch eines Streamers – eine Betriebsstätte begründen, wenn diesem die Befugnis zukommt, Verträge im Namen des Unternehmens abzuschließen. Diese Grauzone bereitet in der Praxis erhebliche Schwierigkeiten und hat in einigen Fällen zu unangenehmen Steuernachzahlungen geführt.

Die chinesischen Steuerbehörden haben in den letzten Jahren ihre internationale Zusammenarbeit verstärkt und tauschen zunehmend Informationen mit anderen Steuerverwaltungen aus. Das Multilaterale Instrument (MLI) der OECD und bilaterale Abkommen haben die Transparenz erhöht. Für ausländische Investoren bedeutet dies, dass sie nicht länger damit rechnen können, dass grenzüberschreitende Transaktionen unentdeckt bleiben. Ich empfehle daher jedem meiner Mandanten, frühzeitig eine steuerliche Analyse grenzüberschreitender Strukturen durchzuführen.

Ein weiteres relevantes Thema ist die Umsatzsteuer auf Lizenz- und Nutzungsrechte bei grenzüberschreitenden Livestreams. Die Bereitstellung von Inhalten und die Nutzung von Persönlichkeitsrechten können umsatzsteuerliche Konsequenzen haben, wenn sie über Grenzen hinweg erfolgen. Die Beurteilung, ob ein Ort der Leistung in China liegt oder nicht, kann über die steuerliche Belastung entscheiden und beeinflusst die Preiskalkulation erheblich.

Digitale Überwachung und Betriebsprüfungen

Die Digitalisierung der chinesischen Steuerverwaltung hat eine neue Ära der Überwachung eingeleitet. Das bereits erwähnte Golden-Tax-System wurde inzwischen zur Version IV ausgebaut und ermöglicht eine beinahe lückenlose Überwachung von Transaktionen im E-Commerce-Bereich. Die Verknüpfung von Daten aus Zahlungsdienstleistern, Logistikunternehmen und Plattform-Betreibern schafft ein umfassendes Bild der Geschäftstätigkeit von Live-Streamern, das für Betriebsprüfungen genutzt werden kann.

In meiner täglichen Arbeit erlebe ich immer wieder, wie Betriebsprüfungen im Bereich Live-Commerce eingeleitet werden und zu erheblichen Nachforderungen führen können. Die Prüfer sind geschult, Unstimmigkeiten zwischen gemeldeten Umsätzen und den Daten der Plattformen aufzuspüren. Ein Fall aus dem Jahr 2023 verdeutlicht dies: Ein bekannter Live-Streamer hatte Provisionseinkünfte nicht korrekt deklariert, was zu einer Nachforderung von über 30 Millionen RMB führte – inklusive Strafen und Zinsen. Solche Fälle zeigen, dass die Risiken für nicht compliant-erklärte Einkünfte erheblich sind.

Besondere Aufmerksamkeit gilt in Betriebsprüfungen auch der Frage, ob angemessene Aufwendungen im Zusammenhang mit der Tätigkeit als Live-Streamer geltend gemacht werden können. Kosten für Produktionsausstattung, Studio-Miete und Personal können von der Steuer abgesetzt werden, jedoch verlangen die Finanzbehörden einen vollständigen Nachweis. In der Praxis fehlen häufig ordnungsgemäße Belege, was zu Aufstockungen des zu versteuernden Einkommens führt. Ich kann nur empfehlen, auf eine sorgfältige Buchführung und Belegdokumentation zu achten, auch wenn dies Mühe und Kosten verursacht.

Steueraufsicht über Live-Commerce in China?

Die zunehmende Nutzung von Künstlicher Intelligenz und Big Data durch die Steuerverwaltung wird dazu führen, dass Betriebsprüfungen noch zielgerichteter und effizienter werden. Statistiken und Abweichungsanalysen können automatisch erstellt werden und verdächtige Muster identifizieren. Investoren sollten diese Entwicklung im Blick behalten und proaktive Compliance sicherstellen.

Strafen und Sanktionen im Überblick

Die Sanktionen für Steuerverstöße im Live-Commerce-Bereich sind in China erheblich und können existenzbedrohend sein. Neben der Nachzahlung der hinterzogenen Steuern können erhebliche Geldbußen verhängt werden, die je nach Schwere des Verstoßes zwischen 50 Prozent und 500 Prozent des hinterzogenen Betrags liegen können. In besonders schweren Fällen drohen zudem strafrechtliche Konsequenzen, einschließlich Freiheitsstrafen für die Verantwortlichen.

Die veröffentlichten Fälle prominenter Live-Streamer, die steuerliche Verstöße begangen haben, machen deutlich, dass die Behörden keine Ausnahmen gelten lassen. Neben Steuernachzahlungen wurden vielfach auch hohe Geldbußen auferlegt, die in Millionenbeträgen lagen. Diese Abschreckungswirkung erstreckt sich nicht nur auf die unmittelbar betroffenen Streamer, sondern auch auf die dahinterstehenden Unternehmen und Investoren.

Darüber hinaus können steuerliche Verstöße zu weiteren Konsequenzen führen, wie dem Entzug von Lizenzen und Betriebsgenehmigungen. Die chinesischen Behörden verfügen über weitreichende Befugnisse, um Regelverstöße zu sanktionieren. Hierzu gehört auch die Möglichkeit, die Betroffenen von öffentlichen Aufträgen auszuschließen oder Schwierigkeiten bei der Devisenabwicklung zu verursachen. Diese indirekten Auswirkungen sind für ausländische Investoren besonders relevant, da sie die Reputation und die Geschäftsmöglichkeiten in China nachhaltig beeinträchtigen können.

Präventiv ist es daher unabdingbar, dass Unternehmen und Streamer im Live-Commerce-Bereich eine umfassende Steuercompliance etablieren. Dies umfasst nicht nur die ordnungsgemäße Deklaration von Einkünften, sondern auch die korrekte Rechnungsstellung und die Einhaltung der Aufbewahrungspflichten. Die Einholung professioneller Beratung zur steuerlichen Gestaltung kann hierbei entscheidend sein, um Fallstricke zu vermeiden und langfristig erfolgreich zu sein.

Best Practices und Compliance-Empfehlungen

Basierend auf meiner langjährigen Erfahrung in der Betreuung ausländischer Unternehmen möchte ich Ihnen einige Best Practices für die Steuercompliance im Live-Commerce nennen. Zunächst ist es von größter Bedeutung, eine strukturierte Buchhaltung zu führen, die alle Transaktionen – sowohl Einnahmen als auch Ausgaben – zuverlässig erfasst. Die Nutzung moderner Buchhaltungssoftware und die regelmäßige Abstimmung mit den Daten der Plattformen sind hierbei unerlässlich.

Zweitens sollte eine frühzeitige steuerliche Planung erfolgen, insbesondere wenn Sie als Investor in Live-Commerce-Geschäftsmodelle einsteigen möchten. Die Wahl der richtigen Rechtsform, die Gestaltung von Vergütungsmodellen und die Strukturierung von Vertriebswegen haben erhebliche Auswirkungen auf die Steuerlast. Die Zusammenarbeit mit erfahrenen Steuerberatern, die sich im chinesischen E-Commerce-Recht auskennen, ist in meinen Augen unabdingbar.

Drittens empfehle ich dringend, regelmäßige interne Steuerprüfungen durchzuführen, um mögliche Fehlentwicklungen frühzeitig zu erkennen. Diese Reviews können durch interne Mitarbeiter oder externe Dienstleister erfolgen und helfen, überraschende Nachforderungen zu vermeiden. In einem sich kontinuierlich verändernden steuerrechtlichen Umfeld ist diese proaktive Herangehensweise ein echter Wettbewerbsvorteil.

Darüber hinaus sollte ein Netzwerk von versierten Beratern aufgebaut werden, das auch Rechtsanwälte und spezialisierte Experten für E-Commerce-Fragen umfasst. Die steuerlichen Aspekte gehen oft einher mit rechtlichen Fragen zur Plattformnutzung, Verbraucherrechten und Datenschutz. Nur ein ganzheitlicher Ansatz kann sicherstellen, dass Ihre Investition im chinesischen Live-Commerce-Sektor steuerlich und rechtlich auf sicheren Füßen steht.

Zukünftige Entwicklungen und Trends

Blicken wir in die Zukunft, so ist zu erwarten, dass die Steueraufsicht über Live-Commerce in China weiterhin an Komplexität und Präzision zunehmen wird. Die Einführung von digitalen Währungen und Blockchain-Technologien im Zahlungsverkehr könnte die Transparenz weiter erhöhen und Möglichkeiten für eine Echtzeit-Steuererhebung eröffnen. Diese Entwicklungen sollten Investoren aufmerksam verfolgen, da sie erhebliche Auswirkungen auf bestehende Geschäftsmodelle haben können.

Die fortschreitende Internationalisierung und die Harmonie der Steuersysteme zwischen China und seinen Handelspartnern wird auch den grenzüberschreitenden Live-Commerce betreffen. Die Zusammenarbeit der Steuerverwaltungen und der Informationsaustausch werden noch enger werden. Unternehmen und Investoren sollten ihre grenzüberschreitenden Strukturen regelmäßig überprüfen und anpassen, um steuerlichen Herausforderungen zu begegnen.

Ein weiterer Trend ist die verstärkte Nutzung von Datenanalyse und KI zur Identifikation von Steuerrisiken. Die chinesische Steuerverwaltung investiert massiv in technologische Innovationen, um die Effizienz der Überwachung zu steigern. Steuerzahler im Live-Commerce-Bereich müssen darauf vorbereitet sein, dass ihre Geschäftsaktivitäten automatisiert analysiert und mit Branchenbenchmarks verglichen werden.

Abschließend möchte ich betonen: Wer im chinesischen Live-Commerce-Markt tätig ist oder werden möchte, sollte die steuerlichen Rahmenbedingungen als integralen Bestandteil seiner Geschäftsstrategie betrachten – nicht als lästige Pflicht, sondern als Chance, sich durch Compliance und Transparenz als verlässlicher Partner zu positionieren.

III. Abschließende Betrachtungen zur Person

Die steuerliche Erfassung und Aufsicht über Live-Commerce in China ist ein dynamisches Feld, das für Investoren sowohl Risiken als auch Chancen birgt. Die Entwicklungen der letzten Jahre zeigen, dass die chinesischen Behörden entschlossen sind, Steuergerechtigkeit sicherzustellen und die finanziellen Rahmenbedingungen für E-Commerce-Aktivitäten zu verbessern. Für Investoren bedeutet dies, sich intensiv mit diesen Systemen auseinanderzusetzen und notwendige Ressourcen in Compliance zu investieren.

In meiner langen Praxis habe ich festgestellt, dass langfristiger Erfolg durch einen proaktiven Ansatz erreicht wird. Wir haben beispielsweise einen Fall begleitet, bei dem ein ausländisches Unternehmen, das in den Live-Commerce-Markt einsteigen wollte, durch eine sorgfältige Steuerplanung und den Einsatz von Transfer Pricing-Dokumentation erhebliche Steuerrisiken vermeiden konnte. Unsere Beratung hat sich also über die reine Steuererklärung hinaus erstreckt, wir haben Geschäftsmodelle durchdacht, Vergütungsstrukturen analysiert und Vertragsgestaltungen optimiert.

Die Bedeutung von Compliance im Steuerbereich sollte nicht unterschätzt werden, denn sie schützt nicht nur vor finanziellen Verlusten, sondern stärkt auch das Vertrauen von Geschäftspartnern und Kunden. Ein Unternehmen, das seine Steuern korrekt und transparent entrichtet, wird in China als verantwortungsbewusster Marktakteur wahrgenommen und kann langfristige, stabile Beziehungen aufbauen.

Ich möchte Sie dazu ermutigen, die Steueraufsicht nicht als Hindernis zu sehen, sondern als Instrument, das die Marktwirtschaft in China unterstützt und für faire Wettbewerbsbedingungen sorgt. Der chinesische E-Commerce-Markt wächst weiter und bietet enorme Potenziale für Investorinnen und Investoren, die bereit sind, die Herausforderungen der Compliance anzunehmen.

Die kommenden Jahre werden sicherlich neue Entwicklungen und Rechtsformen mit sich bringen, und ich stehe gerne mit meiner Expertise zur Seite, um Sie auf diesem Weg zu begleiten. Zögern Sie nicht, uns bei Fragen zur Steuercompliance im Live-Commerce zu kontaktieren.

Jiaxi Steuer- und Finanzberatung Insights

Die Steueraufsicht über Live-Commerce ist zweifellos eines der komplexesten Felder des chinesischen Steuerrechts, und sie wird sich in den kommenden Jahren noch weiterentwickeln. Bei Jiaxi Steuer- und Finanzberatung haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, unsere Mandanten nicht nur bei akuten Fragen zu unterstützen, sondern präventive Lösungen zu entwickeln, die langfristige Sicherheit bieten. Wir sehen eine wachsende Nachfrage nach spezialisierter Beratung, die die Schnittstellen von E-Commerce, Steuerrecht und grenzüberschreitendem Handel adressiert. Für ausländische Investoren ist es entscheidend, die kulturellen und regulatorischen Besonderheiten des chinesischen Marktes zu verstehen. Das chinesische Sprichwort „Einen Baum pflanzt man am besten vor zwanzig Jahren, danach ist der zweitbeste Zeitpunkt heute“ trifft hier zu: Der beste Zeitpunkt, um eine solide Steuerstrategie aufzubauen, ist der Tag des Markteintritts. Wir beraten daher nicht nur bei konkreten Compliance-Fragen, sondern begleiten unsere Mandanten auch bei der strategischen Ausrichtung ihrer Geschäftsmodelle. Mit über 14 Jahren Erfahrung in Abwicklungen und Registrierungsfragen – insbesondere für ausländische Unternehmen – haben wir ein tiefes Verständnis für die praktischen Herausforderungen entwickelt, die mit dem Markteintritt verbunden sind. Gerne stehen wir Ihnen für ein persönliches Gespräch zur Verfügung, um Ihre spezifische Situation zu analysieren und tragfähige Lösungen zu entwickeln.